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Am 30. Mai 1926 zeigte der Starter zum ersten mal seine Flagge am Start
im Polenztal. Ab ging es für die Männer auf ihren Motorrädern, Sport-
und Rennwagen im kurvenreichen Kurs zum Ziel an der Hocksteinschenke.
Genau 2,6 km mit 10 weniger oder mehr gefährlichen Kurven mussten
zurückgelegt werden, um die Sieger zu ermitteln. Die Bestzeit erzielte
damals der Mercedes-Benz-Fahrer Merz aus Esslingen in einer Zeit von 3:24,1 Minuten. Das erste Hohnsteiner Bergrennen war aus der
Taufe gehoben, dem noch 5 offizielle folgen sollten.
Zur Vorgeschichte sei gesagt, dass sich nach Ende des 1. Weltkrieges die
wirtschaftliche Lage langsam zum Besseren entwickeln sollte. Für
Hohnstein galt es, auf diesem Gebiet besonders die Verkehrsverhältnisse
zu verbessern. Man knüpfte daran die Hoffnung auf steigenden Tourismus.
So wurde in den Jahren 1919-22 die Wartenbergstrasse neu angelegt. Die
alte, heute zum Teil noch vorhandene Verbindung vom Polenztal zur
Hocksteinschenke war völlig unzureichend.
Immer mehr löste das Auto die bis dahin gute Dienste versehenden
Pferdegespanne ab. Auch wurde mit dem Bau der Straße damals vielen
Arbeit geschaffen und trug zur Verbesserung der sozialen Lage der
hiesigen Bevölkerung bei. An eine Nutzung der Straße zu Rennzwecken
wurde zu diesem Zeitpunkt nicht gedacht. Immer mehr Autos und Motorräder wurden gebaut
und in Verkehr gebracht. Das reizte zum Wettbewerb, wer und welche
Typen die schnelleren und besseren seien. Genügend risikobereite Fahrer
zeigten dafür großes Interesse. Bei Ausflügen dieser Menschen in die
Sächsische Schweiz muss wohl einem oder mehreren bei Befahren dieser
kurvenreichen Strecke der Gedanke gekommen sein, hier könnte man in
Rennen die sportlichen Kräfte messen. War auch die Zeit keinesfalls
dafür geeignet, es gab viele Arbeitslose, sozial Schlechtgestellte,
Probleme also, wo es um die Existenz vieler ging. Ungeachtet dessen
musste aber das Leben auch in anderen Bereichen weitergehen. So ist es
besonders den beiden Auto-Sport-Clubs 1904 Dresden, kurz A.S.C. genannt
und dem Allgemeiner Deutscher Automobil-Club, GAU XI Dresden, zu
verdanken, dass es am 30. Mai 1926 zum “Ersten Hohnstein Rennen“
(Bergprüfungsfahrt) kam. Beide Clubs zeichneten auch weiterhin als
verantwortliche Organisatoren für die insgesamt 6 durchgeführten Rennen.
Die Bezeichnung der Rennen, in den Jahren 1926 – 30
Hohnstein-Rennen (Bergprüfungsfahrt), wurde 1931 in Hohnsteiner Bergrennen umbenannt. Um die Leistungen und das Können der Fahrer auf dieser
Strecke so recht zu verstehen, muss man die jetzige Breite der
Wartenbergstraße vom Polenztal zur Hocksteinschenke halbieren. Die
Verbreiterung auf den jetzigen Stand wurde erst in den 30-er Jahren
vorgenommen. |
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